Toleranzen von Elastomeren

Bereits während der Konstruktionsphase von Elastomerteilen werden die Endkosten entscheidend beeinflusst. Grund genug, sich neben der Materialwahl, dem Design und dem späteren Entsorgungsweg, rechtzeitig auch Gedanken zur verfahrensbedingten Herstellbarkeit sowie den Bearbeitungstoleranzen anzustellen. Kunststoffe weisen andere physikalische Werte auf als Metalle. Spezifische Eigenschaften wie Wärmeausdehnung, Feuchtigkeitsaufnahme, Spannungsabbau und Kriechneigung erschweren die Einhaltung von engen Mass-, Form- und Lagetoleranzen.

Aus Unkenntnis dieser Eigenschaften und weil bis heute teilweise kein einheitliches Normenwerk vorliegt, werden allzu oft die in der Metallbearbeitung üblichen Toleranzfelder angewendet. Dieser Umstand führt einerseits zu unverhältnismässig hohen Bearbeitungskosten und anderseits zu Toleranzfehlern, die oft erst mit zeitlicher Verzögerung in Erscheinung treten.

Die nachfolgend aufgeführten Datenblätter in Anlehnung an die DIN ISO Norm 3302-1 sind als Richtwerttabellen für Toleranzen von geschnittenen, gestanzten oder geformten Bauteilen zu betrachten.

 

Grenzabmasse für Formteile

Portable Document Format ISO 3302-1 M.PDF (PDF, 436 KB)

 

Grenzabmasse für Moosgummi

Portable Document Format ISO3302-1 E1,2,3.PDF (PDF, 477 KB)

 

Grenzabmasse für Platten, Zuschnitte und Stanzartikel

Portable Document Format ISO 3302-1 P.PDF (PDF, 420 KB)

 

Grenzabmasse für Profilabschnitte

Portable Document Format ISO 3302-1 L.PDF (PDF, 315 KB)

 

Grenzabmasse für Profile und Schläuche

Portable Document Format ISO 3302-1 E.PDF (PDF, 336 KB)

 

Grenzabmasse für Rundschnurringe und Profilringe

Portable Document Format ISO 3302-1 E2.PDF (PDF, 363 KB)

 

Messtechnik

Enge Toleranzen sind bei Kunststoffwerkstücken, insbesondere bei dünnwandigen Teilen, nur schwer messbar. Der über das Messwerkzeug auf das Werkstück ausgeübte Druck kann zu Verformungen des Kunststoffteils führen, oder durch den niedrigen Reibwert von Kunststoffen wird das Anzugsmoment von Messschrauben verfälscht. Dies führt zwangsläufig zu falschen Messwerten. Daher ist der Einsatz von berührungslosen Messsystemen zu bevorzugen.