Die Erfindung des Schlauchs geht insbesondere auch mit der geschichtlichen Entwicklung der Feuerwehr Hand in Hand. Zur damaligen Zeit war der Einsatz von Löscheimern noch üblich. Die ersten historischen Erwähnungen eines Schlauchs stammen bereits aus dem Jahre 1558. In Augsburg verwendete man damals zum ersten Mal genähte und genietete Schläuche zum Löschen der Flammen. Es war der Niederländer Jan van der Heyde, der massgeblich zur Erfindung des Schlauchs, wie wir ihn heute kennen, beigetragen hat. Durch die Verwendung von Segeltüchern, die in Bahnen ausgelegt und dann zusammengenäht wurden, fand der Schlauch in kurzer Zeit weite Verbreitung.
Obwohl der Weber Johann Christoph Beck durch die Verwendung von quellfähigem Hanf im Jahr 1700 den ersten flachen und röhrenförmigen Schlauch erfand, wollte ihm der Durchbruch mit dieser Neuheit nicht gelingen. Denn die hergestellten Schläuche waren durch ungleichmässiges Weben undicht – ein Ausschlusskriterium für einen funktionstüchtigen Schlauch. Um seine Erfindung doch noch auf den Markt bringen zu können, versuchte Beck, die Schläuche durch ein Ölbad zu verdichten. Zwar ging der Plan grundsätzlich auf, doch durch das Öl verloren die Fasern der Schläuche ihre Quellfähigkeit.
Auf den Fortschritten von Beck aufbauend, schaffte es Herzog Karl August von Sachsen-Weimar, Schläuche herzustellen, die nahtlos gewebt werden konnten und somit dicht hielten. Natürlich wurden sie zur damaligen Zeit noch handgewebt. Inspiriert von den Schläuchen aus Segeltuch, wurden bald auch Schlauchanfertigungen aus Leder hergestellt. 1809 sorgte ein Hofkupferschmied aus Jena mit seinen genieteten Lederschläuchen für Aufmerksamkeit.
Obwohl diese Lederschläuche bei der Berliner Feuerwehr noch bis ca. 1870 im Einsatz waren, wurde der Vorläufer des Schlauchs, wie wir ihn heute kennen, bereits 1836 erfunden. H. F. Benzinger, ein Hofschornsteinfeger aus Hannover, führte die sogenannte „Gummierung“ der Schläuche ein. Dadurch machte man sich von der Quellfähigkeit der Faser unabhängig. Um den Schlauch zu verdichten, wurde er nach dem Weben zunächst gewendet und dann in mehreren Schichten mit Gummierung bestrichen. 1865 wurde der erste gummierte Schlauch offiziell präsentiert und verdrängte in den Folgejahren die bis dahin gebräuchlichen Lederschläuche.
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