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Gebrauchsanleitungen

Verarbeitung & Lagerfähigkeit von selbstklebenden Produkten

Drinnen, Innenarchitektur, Drinnen, Innenarchitektur

Verarbeitung

Bei der Applikation selbstklebend ausgerüsteten Materialien sind unbedingt die Verarbeitungshinweise zu beachten. Nur so kann eine sichere, dauerhafte Verklebung sichergestellt und die optimale Haftung auf dem Untergrund erreicht werden.

Für eine sichere Verklebung müssen Untergründe fett-, öl- und staubfrei sowie trocken sein. Je nach Material sind spezielle Vorbereitungen nötig, um optimale Haftung zu erzielen.

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Vorbereitung des Untergrunds

Grundsätzlich ist es für die Verarbeitung aller selbstklebenden Materialien wichtig, dass die Oberfläche des Trägers frei von Fetten, Ölen, Lösungsmitteln oder sonstigen Trennmitteln ist. Zusätzlich ist sicherzustellen, dass die Oberfläche absolut trocken und weitestgehend staubfrei ist. Zur Reinigung empfehlen wir die Verwendung von reinem, öl- und fettfreiem Waschbenzin sowie fusselfreien Baumwolllappen. Das Trägermaterial sollte nach erfolgter Reinigung trocken gerieben werden und mindestens 30 Minuten ablüften, um Reinigerreste sicher zu entfernen. Andere Reiniger können verwendet werden, wenn die gleiche Reinigungswirkung erzielt wird und sichergestellt ist, dass keine Reste des Reinigers auf dem Träger verbleiben. Vor der Reinigung von lackierten oder Kunststoff-Oberflächen ist die Verträglichkeit des Reinigungsmittel zu prüfen.

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Verschiedene Untergründe

Verschiedene Untergründe Verklebung auf unbehandelten Metallflächen, z. B. verzinktem Stahlblech 

Ausser der oben genannten Reinigung ist normalerweise keine weitere Massnahme notwendig. Wichtig ist, dass die Verzinkung abriebfest ist und fest haftet. 

Verklebung auf lackierten Metallflächen 

Vor der Verklebung muss der Lack vollständig ausgehärtet sein. Die Angaben des Lackherstellers zu den Trocknungszeiten sind zu beachten. Dies gilt auch für Nachlackierungen und Ausbesserungen. 

Verklebung auf Kunststoffen 

Wegen der Vielzahl marktgängiger Kunststoffe kann keine allgemeine Aussage getroffen werden. Vor einer Verklebung empfehlen wir deshalb, entsprechende Anwendungsversuche durchzuführen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Kunststoffe keinerlei Bestandteile (z. B. Weichmacher, Trenn- und Verarbeitungshilfsmittel) enthalten, die in die Selbstklebeschicht auswandern und diese zerstören können.

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Mechanische Befestigung

Eine zusätzliche mechanische Befestigung ist immer dann anzuraten, wenn besondere Umstände wie z. B. hohes Eigengewicht, Untergrundbeschaffenheit, Dehnungen, Kopfverklebungen, mechanische, thermische oder sonstige aussergewöhnliche Belastungen auftreten, die eine übliche Verklebung überfordern. Auch besondere Sicherheitsüberlegungen können eine zusätzliche mechanische Sicherung erfordern.

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Durchführung der Verklebung

Nach Abziehen des Abdeckpapiers bzw. der Abdeckfolie (je nach Bauteilgrösse und Arbeitsablauf) ist das selbstklebend ausgerüstet Material ohne Dehnung und Spannung aufzubringen. Anschliessend wird es auf dem Träger, an bestem mit Hilfe einer Andruckrolle, vollflächig und mit gleichmässigem Druck aufgetragen. Luftpolster, gering haftende Stellen sowie Verunreinigungen der Kleberschicht sind zu vermeiden. Nach dem Abziehen des Trägermaterials sollte die Verklebung unverzüglich erfolgen. Eine längere Lagerung der ungeschützten Klebstoffschicht an der Luft kann zu einer verringerten Haftung führen. Eine Korrektur ist nach dem ersten Aufkleben normalerweise nicht mehr möglich, da die Klebstoffe eine sehr hohe Anfangshaftung haben. Träger und selbstklebende Material sollten möglichst die gleiche Temperatur haben, die zwischen 18 und 25 °C liegen sollte. Verklebungen unter 15 °C sollten keinesfalls durchgeführt werden. Der durch die Verklebung entstandene Verbund darf erst nach Ablauf von 2 Stunden mechanisch belastet werden, da in diesem Zeitraum die Klebefestigkeit noch ansteigt. Vor einer thermischen Belastung unter +10 °C und über +35 °C sollte eine Verweilzeit von mindestens 24 Stunden eingehalten werden. In spezifischen Fällen empfehlen wir die Anfertigung von Versuchsmustern, um die geplante Verklebung zu überprüfen. Musterstück stellen wir gerne zur Verfügung.

Lagerfähigkeit

Die Lagerfähigkeit ist wichtig, da die Qualität und Haftung selbstklebender Materialien mit der Zeit beeinträchtigt werden können, wenn sie unter ungünstigen Bedingungen gelagert werden.

Die Lagerfähigkeit der selbstklebend ausgerüsteten Materialien beträgt mindestens 6 Monate ab Auslieferung, vorausgesetzt, die Lagerung erfolgt in trockenen, geschlossenen Räumen bei Temperaturen zwischen +15 und +35 °C. Die Klebeschicht darf dabei nicht direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt sein. Falls in den Datenblättern einzelner Produkte abweichende Angaben zu bestimmten Punkten, wie beispielsweise der Untergrundvorbereitung, der Verarbeitungstemperatur oder der Lagerzeit, gemacht werden, gelten die dort aufgeführten Spezifikationen. Die übrigen Informationen dieser Verarbeitungshinweise bleiben davon unberührt.

Die technischen Daten (es handelt sich um Mittelwerte), Materialangaben und Hinweise beruhen auf sorgfältigen Versuchen und unseren langjährigen Erfahrungen. Wegen der Besonderheiten jedes Einzelfalles können wir jedoch keine Haftung für unsere Hinweise übernehmen, eigene Anwendungsversuche sind in jedem Fall zu empfehlen. Auf Wunsch stehen wir mit Auskünften gerne zur Verfügung.

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