Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Vibra®pedia Glossar 

Unser Vibra®pedia Glossar bietet Ihnen eine übersichtliche Sammlung von Fachbegriffen mit präzisen Erklärungen. So können Sie sicherstellen, dass Sie stets den Überblick behalten und mit den richtigen Begriffen vertraut sind. Nutzen Sie die alphabetische Liste oder die Suchfunktion, um den gewünschten Begriff zu finden!

Aa
Abschirmmass
Die Verminderung des Schallpegels von Schallstrahlen durch Abschirmungen wie Lärmschutzwände oder Stellwände nennt man Abschirmmass.
Absorber
Absorber sind Materialien oder Konstruktionen, die Schall absorbieren. Oft werden poröse Schaumstoffe und faserige Materialien zum Absorbieren von Luftschall verwendet. Auf feste Strukturen wie dünnwandige Bleche werden zähplastische Schwerfolien zum Absorbieren von Körperschall aufgebracht.
Absorberklassen
Akustikelemente werden nach einem in der DIN EN 11654 festgelegten Verfahren einer der Absorberklassen A, B, C, D oder E zugeordnet, wobei diese Zuordnung auf dem jeweils bewerteten Schallabsorptionsgrad basiert. Die Auswahl der Klasse ist abhängig von den akustischen Anforderungen an einen Raum, denn mit den Materialien der verschiedenen Absorberklassen wird die in Räumen bereits vorhandene Schallabsorption frequenzabhängig ergänzt. Mit welchem Material und in welchem Umfang Akustikelemente erforderlich sind, hängt somit von der Nutzungsart eines Raumes ab. Da eine ausgewogene Raumakustik auch die Reflexion von Schallwellen erfordert, werden ebenfalls schallreflektierende Akustikplatten hergestellt, die als nicht klassifiziert eingeordnet werden. Die Absorberklassen gliedern sich in höchst absorbierend (Klasse A, bewerteter Schallabsorptionsgrad αw: 0,90 bis 1,00), höchst absorbierend (Klasse B, αw: 0,80 bis 0,85), hoch absorbierend (Klasse C, αw: 0,60 bis 0,75), absorbierend (Klasse D, αw: 0,30 bis 0,55) sowie gering absorbierend (Klasse E, αw: 0,15 bis 0,25), während Akustikplatten mit einem bewerteten Schallabsorptionsgrad von αw: 0,00 bis 0,10 als nicht klassifiziert gelten.
Absorption
Absorption (Dämpfung) kommt aus dem Lateinischen und heisst einsaugen oder verschlingen. Absorption ist das Aufnehmen von Schallwellen durch ein absorbierendes Material.
Akustik
Die Lehre vom Schall sowie von den mechanischen Schwingungen nennt man Akustik.
Alterung
Alterung ist die allmähliche Zerstörung von Elastomeren durch Sauerstoff, Ozon, Licht, Wärme, Feuchtigkeit und energiereiche Strahlen, die einzeln oder zusammen eine fortschreitende irreversible Schädigung bewirken können.
Bb
Bauakustik
Die Bauakustik beschäftigt sich mit den Auswirkungen von baulichen Gegebenheiten auf die Schallausbreitung zwischen den Gebäuderäumen sowie im Weiteren zwischen dem Rauminneren und der Aussenwelt. Folgende Teilbereiche der Bauakustik werden abgedeckt: Körperschall, Luftschallschutz, Schallschutz von technischen und sanitären Anlagen.
Beanspruchungsarten Gummi
Bei der Gestaltung von gebundenen Gummifedern ist grundsätzlich zu beachten, dass bei gleicher Krafteinwirkung das Mass der Verformung je nach Beanspruchungsart verschieden ist. Der Konstrukteur hat es in der Hand, durch Auswahl der Kraftrichtung den Gummi auf Druck, Zug, Schub oder Biegung beanspruchen zu lassen. Schubbeanspruchungen ergeben die grössten Verformungen, Druckbeanspruchungen die kleinsten. Zugbeanspruchungen sind zu vermeiden, infolge der nichtlinearen Federkennlinie, infolge der Fliessneigung und infolge schlechterer Krafteinwirkung.
Cc
Compression-Transfermolding-Verfahren (CTM)
Beim Spritzgussverfahren Compression-Transfermolding (CTM) wird eingelegte Kautschukmischung beim Zufahren der Presse durch Kanäle in die Formnester eingespritzt. CTM-Werkzeuge sind dreiteilig aufgebaut (Ober-, Mittel- und Unterteil). Da beim Compression-Transfermolding-(CTM)-Verfahren durch das Einspritzen in die Nester eine Friktionswärme entsteht, verkürzt sich die Vulkanisationszeit. Das Transfermolding-Verfahren eignet sich besonders gut zur Herstellung von kleinen Gummiformteilen in Formen mit vielen Nestern.
CR Chloropren-Kautschuk
CR Chloropren-Kautschuk ist auch unter dem Handelsnamen Neoprene sehr geläufig. CR-Gummi erreicht eine recht gute Ozon- und Alterungsbeständigkeit, aber nur eine befriedigende Ölbeständigkeit. Dank des hohen Chlorgehaltes hat der CR-Gummi gute flammwidrige Eigenschaften. Überall dort, wo gute Flammwidrigkeit, gute Chemikalienbeständigkeit und gute Alterungseigenschaften gefordert werden, kann der CR-Chloropren-Kautschuk eingesetzt werden.
Dd
Dezibel (dB)
Dezibel (dB) ist die Einheit der Lautstärke.
Diffus- und Direktschall
Der Diffusschall ist der Schall, der nach Reflexionen an Begrenzungsflächen in Räumen vorhanden ist.
Druckbeanspruchung Gummi
Bei Druckbeanspruchung liegt die Grenze der Linearität bei 15 % Verformung, bezogen auf die Gummischichtdicke. Bei jeder Auslegung einer Gummifeder für den Druckbereich ist der Einfluss des Formfaktors zu berücksichtigen. Unter dem Formfaktor versteht man das Verhältnis von Aktionsdruckfläche zur freien Ausdruckfläche der Gummifeder. Dies rührt von der verhinderten Querdehnung und somit dem variablen Elastizitätsmodul c des inkompressiblen Werkstoffes Gummi her.
Druckverformungsrest
Der Druckverformungsrest (DVR) ist ein Mass dafür, wie sich Elastomere bei lang andauernder, konstanter Druckverformung und anschliessender Entspannung verhalten. Ein DVR von 0 % würde bedeuten, dass der Gummi seine ursprüngliche Dicke wieder voll erreicht, ein DVR von 100 % sagt aus, dass der Gummi während der Prüfung völlig verformt wurde und keine Rückstellung zeigt.
Duroplaste
Duroplaste sind harte und teilweise glasfaserverstärkte Polymerwerkstoffe. Eine Umformung eines Duroplast-Kunststoffs kann, sobald dieser einmal ausgehärtet ist, nicht mehr vorgenommen werden. Werden hohe Anforderungen an Chemikalienbeständigkeit, Wärmefestigkeit, Chemikalienbeständigkeit und elektrische Isoliereigenschaften gesetzt, ist der Duroplast-Kunststoff das richtige Material.
Ee
Elastomer/Metall-Bindung
Ständige Qualitätsprüfungen in allen Verarbeitungsstufen sichern einen hohen und gleich bleibenden Standard für die Bindung. Die Endprüfung ist eine Prüfung nach einem Stichprobenplan der Haftfestigkeit durch Sichtkontrolle an der Randzone bei 1.5–3 N/mm² Zugkraft oder sogar durch Zerreissen bis zur Zerstörung. Allgemein kann gesagt werden, dass Elastomer/Metall-Verbindungen nach der Vernetzung des Elastomers bei gleichzeitiger verbindender Reaktion des Haftmittelsystems, statisch geprüft, ausschliesslich einen Bruch im Elastomer zeigen.
Elastomere
Elastomere sind formfeste, jedoch verformbare Kunststoffe, welche nach einer Zug- oder Druckbelastung wieder in die ursprüngliche Form zurückfinden. Elastomere bezeichnet man im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Gummi.
EN 45545
Die Schienenfahrzeug-Norm DIN EN 45545-2 (CEN TS 45545-2) ist eine europäische Schienenfahrzeugnorm. Diese Norm löst die nationalen Normen, wie beispielsweise die DIN 5510, vollständig ab. Der der Norm beigefügte Anforderungssatz R1 ist hinsichtlich der Prüfmethoden einer der am schwierigsten zu erfüllenden. Die der Norm beigefügten Betriebsklassen 1–4 regeln die Gefährdungsstufe (Hazard Level) HL 1–4.
EPDM Ethylen-Propylen-Dien Kautschuk
EPDM-Kautschuk verfügt über eine gute Sauerstoff-, Ozon- und Temperaturbeständigkeit. EPDM zeichnet sich zudem durch eine überdurchschnittlich gute Chemikalienbeständigkeit aus. Die Mineralöl- und Fettbeständigkeit ist jedoch eher als schlecht zu taxieren. Dank der sehr guten Witterungs- und Heisswasserbeständigkeit wird der EPDM-Gummi als Profile und Dichtungselemente eingesetzt.
Ff
FDA-Konformität
Die FDA (Food and Drug Administration) ist eine amerikanische Überwachungsbehörde, welcher die Kontrolle sämtlicher in den USA in Verkehr gebrachter Waren obliegt. Darin inkludiert sind auch alle Importe in die USA, weshalb die Bestimmungen der FDA-Behörde auch für europäische Hersteller wichtig sind. Für Exporteure in die USA sind diese Bestimmungen bindend. Äusserst strenge Anforderungen stellt die FDA im Lebensmittelbereich, wo eine Vielzahl von Gummi- und Kunststoffprodukten zur Anwendung kommt und somit auch in Kontakt mit Lebensmitteln oder Trinkwasser steht. Die Werkstoffe dürfen keine Inhaltsstoffe an die Lebensmittel abgeben. Somit sollten alle Kunststoffe, welche mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, eine FDA-Konformität besitzen.
Federkennlinie
Unter der Federkennlinie versteht man die Beziehung zwischen der aufgebrachten Kraft und der unter ihrer Einwirkung entstehenden Formänderung bzw. dem Weg. Die Federeigenschaften hängen vom E-Modul des Elastomers und den geometrischen Abmessungen ab. Deshalb ist die verbindliche Identifizierung einer gebundenen Gummifeder nicht die gemessene Elastomerhärte in Shore A, sondern die Federkennlinie. Eine Federsteife von ±12 % bedeutet ca. ±3 Shore A. Bei Standardteilen ohne Sondermassnahmen beträgt die Federsteifetoleranz ±20 %.
Fliessen und Setzen eines Federelements
Das Fliessen ist die zeitabhängige Zunahme des elastischen Federweges einer unter konstanter Last stehenden Feder. Es ist eine Folgeerscheinung des Nachlassens der Rückstellkraft. Die Federwegzunahme, die bereits nach 24 h Belastungszeit den halben Wert erreicht hat, kann in der Praxis meist vernachlässigt werden und beeinflusst das Schwingverhalten nicht. Der bleibende Verformungsrest, inklusive dem Setzen, das von der Lastwechselzahl und der Amplitude abhängig und mit dem Fliessen vergleichbar ist, liegt bei elastisch guten Elastomerqualitäten unter 10 % des elastischen Federweges.
FPM Fluor-Kautschuk
FPM-Fluor-Kautschuke sind auch unter dem Markennamen Viton bekannt. FPM-Gummi ist flammwidrig und besitzt von allen Elastomeren eine überragende Beständigkeit gegen hohe Temperaturen, Ozon, Sauerstoff und Chemikalien.
Frequenz
Als Frequenz bezeichnet man die Anzahl der Schwingungen des Schalls pro Sekunde (Hertz, Hz).
Gg
Gummi-Kunststoffverbindung
Anstelle von Metallen in Gummi-Metallverbindungen können auch Kunststoffe eingesetzt werden. Neben der Gewichtsreduzierung ist die Korrosionsfreiheit ein weiterer Vorteil. Es lassen sich auch komplexe Kunststoffteile durch Spritzgiessen rationell fertigen. Die Kunststoffe werden ähnlich wie Metall entfettet und mechanisch vorbereitet sowie mit einem Haftvermittler beschichtet. Zur Herstellung von Gummi-Kunststoffverbindungen müssen Thermoplaste bei Vulkanisationstemperaturen von 160–200 °C formstabil sein, ansonsten kann es bei der Gummi/Kunststoff-Formteilproduktion zu einer Deformation des Kunststoffteiles kommen.
Gummi-Metallverbindungen
Der am meisten benutzte Werkstoff für Gummi-Metallverbindungen ist Stahl, jedoch können auch andere Metalle, wie Zink, Aluminium, Zink und Legierungen, verwendet werden.
Hh
Hall
Hall ist das Nachklingen, das man nach Beendigung der Schallerregung in Räumen und bei Musikinstrumenten hört.
Härte nach Shore A
Härte wird gebräuchlich mit der Bezeichnung Shore A ausgedrückt. Dabei wird der Widerstand gegen das Eindringen eines Kegels gemessen. Fertigteile, deren Prüffläche von mindestens 30 mm Durchmesser und einer Prüfdicke von mindestens 6 mm abweichen, sind nur als Vergleichswerte für unter gleichen Bedingungen gemessene Werte und nicht als Stoffkonstanten anzusehen.
Haupterregerfrequenz
Wesentlich ist die richtige Erfassung der in jedem Schwingungssystem dominierenden Haupterregerfrequenz. Die Mehrheit der schwingungserregenden Systeme, die elastische Lagerungen erfordern, sind Kombinationen von Antriebsmotoren und Arbeitsmaschinen. Meistens werden bei Arbeitsmaschinen und Aggregaten der Grundschwingung noch andere Schwingungen mit höheren Frequenzen überlagert, die aus den unausgeglichenen Bewegungen von Massen entstehen und die Vibrationen verursachen, die auch ungleichförmig oder periodisch auftreten können. So können einerseits die Erregerfrequenzen wie bei Motoren aus den Drehzahlen ziemlich genau bestimmt werden. In vielen anderen Fällen, wie bei Textilmaschinen und Werkzeugmaschinen, sind sie rechnerisch fast nicht zu ermitteln, und es sollten Schwingungsmessungen durchgeführt werden.
Hertz
Einheit der Frequenz. 1 Hz = eine komplette Schwingung pro Sekunde.
Hörbereich
Das menschliche Ohr kann in einem Frequenzbereich von etwa 16 bis etwa 16 000 Hertz Geräusche wahrnehmen.
Hysterese-Dämpfung
Alle Elastomerwerkstoffe haben eine Hysterese-Dämpfung. Die Dämpfung ist abhängig von der Gummiqualität, der Temperatur, der Verformungsgeschwindigkeit, der Verformungsbeschleunigung, der Formgebung und der Spannungsart.
Ii
Impedanzrohr
Das Impedanzrohr dient zur Messung des Absorptionsgrades eines Materials bei senkrechtem Schalleinfall.
Installationsschall
Als Installationsschall versteht man jene Geräusche, die durch Heizungs- und Klimageräte, Ventilatoren, hydraulische Anlagen und Aufzüge verursacht werden.
Isolation
Isolation ist die Eindämmung von Luft- oder Körperschall oder Schwingungen.
Isolierung des Körperschalls
Aus den bekannten Auswirkungen des Körperschalls entsteht der nicht zu umgehende Zwang, effektive Schwingungsisolierungen zu schaffen. Eine technologisch verhältnismässig einfache Art einer Körperschallisolation wird durch den Einbau einer Zwischenschicht möglichst nahe der Störquelle erreicht, die den Weg der Schallschwingungen unterbricht. So werden zum Beispiel Motoren auf besonders ausgebildete Schwingungsisolationskörper gesetzt, die damit ein von der Umgebung oder Auflage nahezu unabhängiges Schwingungssystem bilden. Ähnliches gilt für Gebäudeböden, die periodisch gleichzeitig kraftvollen horizontalen und vertikalen Impulsen unterworfen sind und die dann schwingungsmässig durch Isolationen sowohl horizontal wie vertikal frei gemacht werden.
Kk
Kaltschaum
Der beste und wertvollste unter den Schaumstoffen ist der Kaltschaum. Man kann ihn mit dem natürlichen Latexschaum vergleichen und er wird meist im Blockschaumverfahren eingesetzt. Beim Kaltschaum handelt es sich um einen Polyetherschaumstoff, der im Gegensatz zum Standardschaumstoff als hochelastischer HR-Schaumstoff (HR = High Resilient) eingestuft wird. Der Kaltschaum weist folgende Vorteile auf: offenzellig, hohe Luftdurchlässigkeit, atmungsaktiv, unregelmässige, grobe Porenstruktur sowie hohe Elastizität bei geschmeidigem Griff.
Kautschuk
Kautschuk ist das unvernetzte Ausgangsprodukt, welches bei der Herstellung von Elastomeren (Gummi) benötigt wird. Es wird zwischen Natur- und Synthesekautschuken unterschieden.
Körperschall
Körperschall ist Schall, der sich in einem Festkörper ausbreitet. Durch die Schallübertragung auf einen festen Körper wird dieser in Schwingungen versetzt. So breitet sich der Schall z. B. über dünnwandige Bleche oder über das Mauerwerk aus.
Körperschalldämmung
Während die Konstruktionsmaterialien der Maschinen und Bauten wie Gusseisen, Stahl und Beton gute Schallleiter sind und damit analog zur Materialkonsistenz als schallhart bezeichnet werden, leitet dagegen Gummi den Schall schlecht und ist als schallweicher Werkstoff für die Körperschalldämmung sehr gut geeignet. Die Dämmwirkung für die Körperschallwellen kommt durch deren teilweise Reflexion an der Grenzfläche der Materialien zustande, und nur ein Teil von ihnen dringt in die Zwischenschicht ein.
Ll
Lagerung
Eine elastische Lagerung durch Schwingungsisolations-Elemente bei Maschinen verhindert eine Einleitung von Körperschall in die Bausubstanz. Durch diese Massnahme wird die Körperschalleinleitung bereits an der Quelle minimiert.
Luftschall
Luftschall ist der Schall, der sich mittels Schallwellen in der Luft ausbreitet.
Mm
MVSS 302
Akustikschaumstoffe, welche die Brandschutzklasse FMVSS 302 aufweisen, werden vor allem im Fahrzeug- und Maschinenbau eingesetzt. Dem Schaumstoff wird durch die Zuführung von Flammschutzmitteln die Flammausbreitungsgeschwindigkeit im Brandfall eingedämmt (4 Inch/Minute). Das in den USA als Federal Motor Vehicle Safety Standard (FMVSS 302) eingeführte Prüfverfahren wird von den meisten Automobilproduzenten weltweit angewendet.
Nn
Nachhallzeit
Nachhallzeit ist die Halligkeit eines Raumes. Je länger die Nachhallzeit, desto länger ist ein Schallereignis im Raum hörbar, desto mehr klingt und hallt es nach.
Natur- oder Synthesekautschuk
Zur groben Festlegung Naturkautschuk oder Synthesekautschuk ist festzuhalten, dass der Naturkautschuk (NR) ein von Natur hergestellter Werkstoff ist, der allen synthetisch hergestellten elastomeren Werkstoffen von seiner Struktur her als Vorbild dient. NR weist eine sehr hohe Zugfestigkeit sowie besonders bei weichen Elastomerqualitäten eine hohe Elastizität, Kälteflexibilität und hervorragende dynamische Eigenschaften auf, die in dieser Kombination kaum von synthetischen Elastomeren erreicht werden und deshalb den NR auch heute noch für einige Anwendungsfälle, besonders für Schwingungsisolationssysteme, unentbehrlich machen. Bei der Auslegung von Elastomerfedern ist auch die dynamische Verhärtung zu beachten. Bei niedrig dämpfenden Elastomerwerkstoffen wie NR kann sie im Allgemeinen vernachlässigt werden. Bei hochdämpfenden Mischungen kann die dynamische Federsteifigkeit ein Mehrfaches der statischen betragen. Werden jedoch an ein Produkt extreme Ansprüche bezüglich gewisser Beständigkeiten, unter anderem Oxydation und Dämpfungseigenschaften, gestellt, ist es unumgänglich, auf einen Synthesekautschuk überzugehen.
NBR Nitrilkautschuk
NBR Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (Nitrilkautschuk) besticht durch seine aussergewöhnlich gute Mineralöl- und Kraftstoffbeständigkeit sowie einen geringen Druckverformungsrest. Daher ist NBR der perfekte öl- und kraftstoffbeständige Dichtungswerkstoff. Negativ schlägt beim NBR-Gummi die sehr schlechte Ozonbeständigkeit zu Buche.
Nebenweg-Übertragung
Nebenweg-Übertragung ist die Schallübertragung über angrenzende Wände, Böden und Decken.
NR Naturkautschuk
Naturkautschuk wird durch das Anzapfen von Gummibäumen gewonnen, wobei man eine weisse wässrige Milch (Latex) erhält, die Naturkautschuk enthält. Naturkautschuk (NR) ist ein hervorragendes Material und weist eine sehr hohe Zugfestigkeit, Elastizität, Kälteflexibilität und sehr gute dynamische Eigenschaften auf. Diese ausserordentliche Kombination wird von synthetischen Elastomeren nur beschränkt erreicht, und deshalb ist der Naturkautschuk auch heute noch für verschiedene Anwendungsfälle unersetzlich. Eine zusätzliche Ausrüstung mit Schutzmitteln für eine höhere Alterungs- und Ozonbeständigkeit ist nötig, zudem ist der NR-Naturkautschuk nicht beständig gegenüber Mineralölen und -fetten. NR ist für die Härtebereiche Shore A 30–90 erhältlich. Anwendungsgebiete sind Gummiformteile, Gummifaltenbälge, Gummimembranen, Gummiflachdichtungen etc.
NR/SBR Natur-/Styrol-Butadien-Kautschuk
Natur-/SBR-Kautschuk ist besonders in Umgebungen geschätzt, in denen er einem starken Verschleiss durch Reibung oder in ständig scheuernden Elementen ausgesetzt ist. Die NR/SBR-Qualität hat keine Beständigkeit gegenüber Mineralölen und Fetten.
Pp
Primer
Zur Verbesserung der Haftungseigenschaften wird ein Primer mit einem 2-Komponenten-Haftsystem eingesetzt. Der Primer enthält keinen Vernetzer, somit entsteht die Bindung zum Substrat ausschliesslich auf physikalischen Kräften (Adhäsion).
PU Polyurethan-Kautschuke
PU Polyurethan-Kautschuke zeichnen sich durch ein ausgezeichnetes Verschleissverhalten aus sowie durch eine aussergewöhnlich hohe Reissfestigkeit. Die hohe Elastizität und die gute Beständigkeit gegen energiereiche Strahlen sind weitere positive Faktoren. Im Weiteren sind sie beständig gegen Sauerstoff, Ozon, Mineralöle und Fette. Gegenüber wässrigen Medien ist die Hydrolysebeständigkeit eingeschränkt. AU-Polyurethan-Kautschuke werden vor allem als Abstreifer oder für Rollen und Räder eingesetzt.
Rr
Raumakustik
Ein Teilgebiet der Akustik ist die Raumakustik. Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Schallpegelverteilung in Räumen. Raumakustik befasst sich mit dem akustischen Raumklima in Innenräumen, welches zur Verbesserung der Sprach- oder Musikverständlichkeit sowie zur Reduzierung des Schallpegels beiträgt.
Raumgewicht
Mit dem Raumgewicht wird das Gewicht des Schaums in kg/m³ (Kilogramm pro Kubikmeter) beschrieben. Das Gewicht bzw. die Dichte des Schaumstoffes ist auch ein Qualitätsindikator: Je höher das Raumgewicht, desto langlebiger ist die Qualität. Jedoch hat das Raumgewicht nichts mit dem empfundenen Härtegrad zu tun. In der Regel sind leichtere Schäume aufgrund des geringeren Materialeinsatzes günstiger.
Raumschalldämpfung
Durch die Montage von Schallabsorbern an den Innenflächen eines Raumes wird die Schallreflexion verringert, somit verkürzt sich die Nachhallzeit, und die Akustik des Raumes wird dadurch verbessert.
REACH und Schaumstoff
Vibraplast AG verarbeitet ausschliesslich REACH-konforme Schaumstoffe.
Reflexion
Reflexion ist das Zurückwerfen von Schallwellen.
Resonanz
Von Resonanz spricht man, wenn ein schwingungsfähiges System mit seiner Eigenfrequenz angeregt wird.
Retikulieren
Das Retikulieren ist eine Nachbehandlung von Schaumstoffen, um eine Flüssigkeits-, Luft- bzw. Gasdurchlässigkeit zu erreichen. Hierbei werden die Zellmembranen zwischen den Schaumstoffstegen entfernt, die Grundstruktur des Schaumstoffes bleibt jedoch erhalten. Es werden nur die dünnen Zwischenhäute des Schaumstoffes entfernt, dabei entsteht ein offenzelliger Schaumstoff, der luft- oder flüssigkeitsdurchlässig ist.
Rückprall-Elastizität
Rückprall-Elastizität ist die zurückgegebene Energie in Prozenten und dient zur Beurteilung des Elastizitätsverhaltens. Sie gibt an, inwieweit sich der Werkstoff elastisch und inwieweit viskos verhält. Die Elastizität ist umso grösser, je weniger Verformungsenergie in Wärme umgewandelt wird. Insbesondere ist dieser Versuch geeignet, mit einfachen Mitteln erste Anhaltspunkte über das dynamische Verhalten eines Elastomers zu vermitteln. Die Rückprall-Elastizität ist stark von der Temperatur abhängig.
Ss
Schall
Schall sind Schwingungen von 16 bis 16 000 Hz in Festkörpern (Körperschall) und in der Luft (Luftschall).
Schallabsorption
Schallwellen breiten sich niemals verlustlos aus, sondern sind stets einer mehr oder minder grossen Dämpfung – der Absorption – unterworfen. Durch poröse Materialien kann ein hoher Absorptionsgrad erzielt werden. Für das akustische Erleben der Nutzer eines Raumes ist die Schallabsorption von grosser Bedeutung. Durch eine angemessene Schallabsorption kann der Raum auf den jeweiligen Nutzungszweck abgestimmt werden.
Schallabsorptionsgrad
Der Schallabsorptionsgrad α definiert das Verhältnis von absorbierter zu auffallender Schallenergie. Bei vollständiger Reflexion resultiert α = 0, bei vollständiger Absorption ist α = 1. Schallabsorption bezeichnet die Verminderung von Schallenergie, vor allem durch Umwandlung in Wärme. Die Bewegung der Luftmoleküle (= Schall) wird in Wärmeenergie umgewandelt (Absorbieren ist gleichbedeutend mit „Schlucken“ und „Aufsaugen“). Der Schallabsorptionsgrad ist frequenzabhängig, deshalb erfolgt die Messung im Frequenzbereich von 100 bis 5000 Hz.
Schallausbreitung
Schallwellen breiten sich mit Schallgeschwindigkeit kugelförmig aus und verringern mit zunehmendem Abstand ihre Schallintensität. Durch Absorption der Schallwellen wird dieser Vorgang stark beeinflusst. Es wird zwischen zwei Grenzfällen unterschieden: 1. ungestörte Schallausbreitung im freien Feld und 2. totale Schallreflexion. Die Art der Schallausbreitung im Arbeitsraum eines Betriebes wird sich in der Regel zwischen diesen beiden idealisierten Extremfällen bewegen. In der Raumakustik wird die baulich-technische Ausführung der Umgebung bzw. des umgebenden Raumes durch Kenngrössen wie Schallabsorptionsgrad, Schalldämmmass, Einfügungsdämmmass und Nachhallzeit beschrieben. Diese Kenngrössen stellen wichtige Hilfsmittel in der Lärmminderungstechnik dar.
Schallbrücken
Schallbrücken sind meistens unerwünschte Übertragungswege von Schall und können mit verschiedensten Lärmminderungsmassnahmen weitgehend eliminiert werden.
Schalldämmmass
Das Schalldämmmass R ist eine logarithmische Grösse, die die Luftschalldämmleistung beschreibt. Das Schalldämmmass wird in Dezibel angegeben.
Schalldämmmass (R)
Kennzeichnet die Luftschalldämmung eines Bauelementes. R = 10 log (einfallende Schallleistung / durchtretende Schallleistung).
Schalldämmung
Bei der Schalldämmung steht die akustische Trennung von Räumen gegen nicht erwünschten Schall aus Nachbarräumen oder von aussen im Vordergrund. Die Ausbreitung von Luft- oder Körperschall wird beim Übergang zwischen zwei Medien durch Reflexion verhindert.
Schalldämpfung
Schalldämpfung kann als Verhinderung der Schallausbreitung durch die Absorption des Luftschalls verstanden werden. Die Schallenergie wird bei der Schallabsorption in nicht hörbare Schwingungswellen umgewandelt, und somit wird entsprechend die Reflexion an einer Grenzfläche vermindert. Die Akustik innerhalb des Raumes wird verbessert und der Lärm reduziert.
Schalldämpfung
Schalldämpfung kann als Verhinderung der Schallausbreitung durch die Absorption des Luftschalls verstanden werden. Die Schallenergie wird bei der Schallabsorption in nicht hörbare Schwingungswellen umgewandelt und somit wird entsprechend die Reflexion an einer Grenzfläche vermindert. Die Akustik innerhalb des Raumes wird verbessert und der Lärm reduziert.
Schallreflexion
Bei allen Lärmproblemen, die mit der Schalldämmung oder Schalldämpfung zu tun haben, ist die Reflexion einer Schallquelle an einem Hindernis, z. B. an Wänden, Fenstern, Decken, Fussböden, Maschinen etc., ein wichtiger Faktor. Die Reflexion ist abhängig von der Frequenz und der Richtung der Schallwelle zum Hindernis sowie von der Beschaffenheit und der Oberflächenstruktur des reflektierenden Hindernisses. Die zurücklaufende, reflektierte Welle überlagert sich mit der hinlaufenden Welle und ergibt, je nach den vorhandenen Bedingungen, im Extremfall ein Auslöschen oder eine Verstärkung der Schallwelle. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass bei schallharten Wänden eine starke Reflexion stattfindet und bei schallweichen Wänden eine hohe Schallabsorption erreicht werden kann.
Schallschutz-Verbundsysteme
Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, können zur Körperschalldämpfung oder Luftschalldämmung auch kombinierte Materialien als Verbundsysteme eingesetzt werden. Zum Beispiel mehrschichtige PUR-Schaumstoffe, ergänzt mit einer viskoelastischen Schwerfolie.
Schaumstoff Standardqualität
Schaumstoff Standardqualität beschreibt sich durch das Raumgewicht und die Stauchhärte, welche technisch die Qualität eines Schaumstoffes kennzeichnen. Die Stauchhärte beschreibt das Eindruckverhalten von Schaumstoffen bei einer definierten Kraft. Je grösser dieser Wert ist, umso härter fühlt sich der Schaumstoff an. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal eines Schaumstoffes ist das Raumgewicht oder Volumengewicht in Kilogramm pro Kubikmeter (kg/m³). Als Faustregel gilt, dass ein Raumgewicht von 20–30 kg/m³ eine Qualität für Sitz- und Rückenpolster sowie preisgünstige Matratzen darstellt, 30–40 kg/m³ eine Standard- bis gehobene Qualität für Sitz- und Rückenpolster, Matratzen, Boot-, Camping- oder Gartenauflagen beschreibt und 40–50 kg/m³ für hochwertige bis sehr hochwertige, sehr gute dauerelastische Qualitäten für unterschiedlichste Anwendungen steht.
Schäumverfahren
Je nach Art der Schaumstoffherstellung unterscheidet man folgende Verfahren: Beim physikalischen Schäumen wird das Material durch einen physikalischen Vorgang geschäumt. Beim chemischen Schäumen entstehen bei der Herstellung des Kunststoffes Gase, die das Material aufschäumen. Beim mechanischen Schäumen wird Luft in das zu schäumende Harz oder die Paste eingerührt; durch das Vernetzen des Harzes verfestigt sich dieser Schaumstoff.
Schubbeanspruchung
Bei Schubbeanspruchung liegt die Linearitätsgrenze bei 35 % Verformung, bezogen auf die Gummischichtdicke. Der Schubmodul G stellt die einzige Materialkonstante von Elastomeren dar und liegt in Abhängigkeit von der Shorehärte für jede Mischung fest.
Schwerfolie
Schwerfolien finden vorwiegend Anwendung bei der Entdröhnung von Bauteilen aus Metall und Kunststoff, welche starken Vibrationen ausgesetzt sind. Durch das Aufbringen von Schwerfolien wird die Masse dieser Elemente erhöht, und man erreicht eine Lärmreduzierung. Hier spricht man von der sogenannten Körperschalldämpfung. Schwerfolien aus Bitumen oder aus bitumenfreiem Kunststoff sind auch für die Luftschalldämmung geeignet.
Schwingungen
Schwingungen sind Bewegungen von Massen oder Masseteilchen um eine Ruhelage.
Schwingungstechnik
Das Grundprinzip der Schwingungsisolation besteht darin, das störende Objekt (aktive Isolation) oder das zu schützende Objekt (passive Isolation) voneinander zu trennen und durch eine Zwischeneinlage aus Isolationsmaterialien, Gummi-Metall-Elementen oder Federn zu einem schwingungsfähigen System auszubauen. Das Prinzip der Schwingungsentstörung besteht darin, dass durch Frequenzabstimmung der Erregerfrequenz auf die Eigenfrequenz die Bewegungen nicht mehr synchron zur Störung erfolgen, sondern sich in Gegenphase zu ihr befinden.
Shore Härte
Die am meisten verwendete Härteprüfung von Elastomeren ist die Prüfung der Shore-Härte nach DIN ISO 7619-1. Unter der Shore-Härte versteht man den Widerstand einer Gummiprobe gegen das Eindringen eines kegelförmigen Körpers bestimmter Abmessung unter einer definierten Druckkraft. Es wird je nach Ausführung des Messkörpers zwischen Shore A für weichere Elastomermischungen und Shore D für härtere Elastomermischungen unterschieden. Um eine tadellose Messung der Shore-Härte zu erreichen, ist durch die Norm eine Probendicke von 6 mm vorgeschrieben. Werden Messungen an Fertigteilen mit geringerer Wandstärke durchgeführt, führen diese meistens zu falschen Ergebnissen. Die handelsüblichen Elastomermischungen für technische Gummi-Formteile liegen in einem Härtebereich von 20–90 Shore A.
SI/MVQ Silikon-Kautschuk
SI/MVQ ist ein Silikon-Kautschuk, welcher über eine sehr hohe Hitzebeständigkeit und extreme Kältebeständigkeit sowie über eine sehr gute Beständigkeit gegen Sauerstoff, Ozon und UV-Strahlen verfügt.
Stauchhärte
Unter der Stauchhärte, auch Kompressionswiderstand genannt, versteht man den Druck, der benötigt wird, um einen Schaumstoff zusammenzupressen. Bei einer Stauchhärte von 60 benötigt man 6.6 kPa (Kilopascal), um den Schaumstoff auf 40 % zu komprimieren. Mit der Stauchhärte eines Schaumstoffes beschreibt man dessen Festigkeit.
Tt
Thermoplastische Elastomere
Thermoplastische Elastomere (TPE) sind Kunststoffe, welche sich bei Raumtemperatur mit klassischen Elastomeren vergleichen lassen. Die TPE-Kunststoffe können jedoch unter Wärmezufuhr plastisch verformt werden.
Trittschall
Durch das Begehen werden bei Böden Körperschall angeregt, der teilweise als Luftschall abgestrahlt wird. Durch eine Trittschalldämmung kann diese Abstrahlung reduziert werden.
Uu
UL 94 Brandnorm
Um die feuersicherheitliche Prüfung von Kunststoffen, insbesondere Schaumstoffen, zu regeln, wurde die Vorschrift UL 94 entwickelt. Diese Norm wurde ursprünglich in den USA für die Prüfung von Kunststoffen verwendet. Mittlerweile hat sie sich jedoch weltweit für die Einstufung der Flammwidrigkeit und Brandsicherheit von Kunststoffen und Schaumstoffen durchgesetzt.
Unterschied zwischen Körper- und Luftschall
Das Ausbreitungsmedium ist vereinfacht ausgedrückt der Unterschied zwischen Körperschall und Luftschall. Der Luftschall breitet sich in Form von Schallwellen über die Luft aus. Der Körperschall hingegen breitet sich in festen Körpern wie Stahl, Beton, Holz, Stein etc. aus. Hierzu gehören zum Beispiel der Trittschall oder die Geräuschentwicklung von haustechnischen Anlagen.
Unterschied zwischen Zellkautschuk und Moosgummi
Oft werden Zellkautschuk und Moosgummi verwechselt, der Unterschied liegt bedingt durch die unterschiedlichen Herstellungsverfahren in der Materialbeschaffenheit. Der Moosgummi verfügt über offene Zellen und eine dichte Aussenhaut. Bedingt durch die Aussenhaut ist Moosgummi besonders bei erhöhter mechanischer Beanspruchung und Abrieb einsetzbar. Wird jedoch die Aussenhaut des Moosgummis beschädigt, kann er sich mit Wasser vollsaugen. Der Zellkautschuk verfügt über keine Aussenhaut, dafür hat Zellkautschuk geschlossene Zellen. Dadurch ist Zellkautschuk immer wasser- und luftdicht. Moosgummi oder Zellgummi sind geschäumte Gummiqualitäten (EPDM, SBR, CR, NBR) und können sich sehr gut dem Untergrund anpassen, daher werden sie vor allem für Dichtungen eingesetzt.
Unvernetzter Schaumstoff
Ein unvernetzter Schaumstoff verfügt über unverzweigte Molekülketten. Dies hat eine geringere mechanische und thermische Belastbarkeit zur Folge. Anwendungsgebiete von unvernetzten Schaumstoffen sind hauptsächlich Logistikverpackungen.
Vv
Verarbeitungsverfahren Gummi
Das benötigte Vulkanisierwerkzeug bzw. die Form enthält ein oder mehrere Nester, je nach Grösse, Empfindlichkeit und Ausstossleistung des Gummi/Metallteils. Die Form wird im geöffneten Zustand zuerst mit dem vorbereiteten Metall und nachher, je nach Verfahren, im geöffneten oder geschlossenen Formzustand mit volumengenauer Mischung beschickt. Mögliche Verarbeitungsverfahren sind Compression Moulding, Transfer Moulding oder Injection Moulding.
Vernetzter Schaumstoff
Bei einem vernetzten Schaumstoff verzweigen sich die Molekülketten und werden durch Polymerisation chemisch und physikalisch miteinander verbunden. Durch die Vernetzung entsteht eine Erhöhung der mechanischen und thermischen Belastbarkeit. Zu den vernetzten Schaumstoffen in unserem Sortiment gehören z.B. Plastazote-PE-Schaumstoff.
Verursachung von Schwingungen
Bewegte Teile an Maschinen, Geräten, Apparaten und Fahrzeugen erzeugen Vibrationen und Geräusche. Sie werden durch ungleichförmige oder drehende Bewegungen unausgeglichener Massen verursacht. Schwingungen und Stösse wirken als Erschütterungen und Lärm störend auf die Umgebung.
Viskose Dämpfung
Viskoelastische Eigenschaften bei erzwungenen Schwingungen sind von Bedeutung bei periodisch dynamisch beanspruchten Elastomeren. In einem Spannungs-Verformungs-Diagramm aufgezeichnet, erhält man die Form einer Ellipse. Die Fläche der Ellipse zeigt die Dämpfung, d. h. den Betrag mechanischer Energie, der bei jedem Verformungszyklus im Elastomer in Wärme umgesetzt wird. Die Wärmemenge, die nicht nach aussen abgegeben werden kann, heizt das Gummiteil auf. Kritische Werte können bei hohen Lastwechselfrequenzen und grossen Amplituden erreicht werden.
Vulkanisieren
Bei der Vulkanisation werden die Kautschukmolekülketten an verschiedenen Orten durch einen chemischen Vorgang miteinander verknüpft, so dass bei Krafteinwirkung die Molekülketten nicht mehr aneinander vorbeigleiten können, sondern nach dem Nachlassen der Kraft nahezu vollständig in ihre Ausgangslage zurückkehren. Dieses Rückfederungsvermögen bzw. diese Elastizität ist das Besondere am Gummi. Kein anderes Material zeigt eine solche Elastizität. Aus diesem Grunde werden Gummiwerkstoffe als Elastomere bezeichnet.
Ww
Wärmeleitfähigkeit
Entscheidend für die Wärmedämmeigenschaft eines Isoliermaterials ist die Wärmeleitfähigkeit. Die Wärmedämmeigenschaft gibt an, welche Wärmeenergie (W) bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin durch ein Bauteil pro Meter (m) fliesst. Die Masseinheit ist W/mK und wird mit Klein-Lambda (λ) abgekürzt. Die Grundregel ist: Je kleiner dieser Wert, desto besser ist die Wärmedämmeigenschaft des Isoliermaterials. Beispiele: PUR-Schaumstoff 0.037 / Polyesterfasermatten Vibra®fiber 0.037 / Melaminschaumstoff Basotect® 0.033.
Zz
Zellstruktur von Schaumstoff
Je nach Materialtyp oder Materialbehandlung ist die Zellstruktur offen, halboffen oder geschlossen. Geschlossenzellige Schäume sind zum Beispiel Zellkautschuke oder vernetzte PE-Schäume. Offenzellige Schaumstoffe sind normalerweise PUR-Schäume. Bei einer nachträglichen Materialbehandlung, wie zum Beispiel der Retikulierung, werden die Zellwände mittels einer gesteuerten Gasexplosion entfernt, und somit entstehen z.B. bei Filterschäumen offene oder halboffene Zellen.