Schienenfahrzeuge
Schalldämmung
Für die Schalldämmung – insbesondere Luft- und Körperschall – werden häufig Akustikschaumstoffe aus Polyurethan (Plastazote MP15FR), Polyesterfasermatten (Silphon ®Fiber) oder Melaminharz (Basotect G+) verwendet. Diese Materialien sind leicht, flexibel und besonders gut zur Absorption von Schall geeignet.
Zusätzlich werden sogenannte Schwerfolien aus Bitumen (Terodem) oder EVA (Vibra ®Rail Schalldämmfolie) eingesetzt, die durch ihre hohe Dichte vor allem Körperschall wirkungsvoll reduzieren. Anwendungsspezifisch kommen auch mehrschichtige Verbundmaterialien zum Einsatz, die aus Schaumstoffen, Vliesen und Schwerfolien bestehen – sie vereinen Schall- und Wärmedämmung in einem.
Wärmedämmung und Brandschutzanforderung
Im Bereich der Wärmedämmung werden klassische Dämmstoffe wie Glas- oder Steinwolle verwendet, die eine hohe thermische Isolierwirkung aufweisen und gleichzeitig brandschutztechnisch unkritisch sind. Für besonders anspruchsvolle Anwendungen – etwa bei beengten Platzverhältnissen – kommen Hochleistungsdämmstoffe wie Aerogele zum Einsatz, die bei geringer Materialstärke eine hohe Dämmwirkung erzielen.
Ergänzend werden auch geschlossenzellige PE-Schaumstoffe oder ein Synthese-Kautschuk (Armaflex® Rail SD) zur Hohlraum- und Rohrisolierung verwendet. Ergänzt wird dieses Spektrum durch elastische Dämpfer, Körperschallentkoppler aus Materialien wie Sylomer® oder einem brandgeschützten Elastomer.
Alle eingesetzten Materialien müssen strenge Anforderungen hinsichtlich Brandschutzes, Rauchentwicklung und toxikologischer Unbedenklichkeit erfüllen – etwa gemäss der europäischen Norm EN 45545-2, die für Schienenfahrzeuge verbindlich ist.